Einfaches Buchweizenbrot

Buchweizenbrot

Knallende Sonne und 30° Außentemperatur! Die meisten entfliehen der Hitze am See oder im Freibad …und ich backe Brot. Glutenfreies Brot fällt schließlich nicht vom Himmel und wenn man darauf angewiesen ist, führt auch an heißen Sommertagen leider kaum ein Weg am Selberbacken vorbei. Dabei ist das Brot auch temperaturunabhängig schon eine kleine Herausforderung. Es gibt zwar verschiedene Backmischungen, die teils gut, teils weniger gut funktionieren, aber die meisten der Mischungen sind auch unverhältnismäßig teuer. Darum habe ich mit verschiedenen Zutaten herumexperimentiert und dabei probiert, ein möglichst einfaches, günstiges und schnelles Brot zu backen. Erste Erkenntnis: Mit ausschließlich Reis- oder Maismehl funktioniert das nicht. Dafür aber mit Buchweizen! Das Rezept für dieses schnelle und immer gelingende Buchweizenbrot zeige ich euch hier…

Übersicht
für ein Brot:

500 g Buchweizenmehl
1/2 l Wasser mit (!) Kohlensäure
3 TL Salz
1 Packung Hefe (10-15g)
1 TL Reissirup
Öl

 

Optional: 100g Reismehl, irgendwelche Nüsse, Kerne oder Samen (zB Sonnenblumen, Hanfsamen, Amaranth, Hirse, Leinsamen)

 

Arbeitszeit 15 Min + Ruhezeit (30 Min) und Backofenzeit (60 Min)

Als erstes müsst ihr die Hefe „starten“. Dazu gebt ihr sie mit ein wenig lauwarmem Wasser und 1 TL Reissirup in eine Tasse und wartet circa fünf Minuten. Wenn sich Schaum bildet und der Spiegel im Glas langsam ansteigt, könnt ihr sie verwenden. Bevor das der Fall ist, könnt ihr allerdings schon die restlichen Zutaten zusammengeben.

Nehmt am besten eine große Schale, in die ihr das Mehl gebt. Buchweizen ist zwar generell glutenfrei, aber trotzdem solltet ihr darauf achten, dass ihr – falls ihr ebenfalls stark darauf achten müsst – extra als glutenfrei gekennzeichnetes Buchweizenmehl verwendet. Wenn diese Kennzeichnung fehlt, kann es nämlich sein, dass der Buchweizen in einer Mühle verarbeitet wurde, in der auch normaler Weizen verarbeitet wird, wodurch das Mehl unter Umständen kontaminiert sein kann und dadurch zu Beschwerden führt. Ich bestelle meistens dieses Buchweizenmehl* und dann auch gleich in der Vorratspackung, da ich damit sehr zufrieden bin.

TeigDas Mehl, für das ihr euch entschieden habt, wird jedenfalls mit ein wenig Salz und den Samen oder Nüssen, falls ihr welche nutzen wollt, in die Schale gegeben. Außerdem kommen noch 0,5l Wasser mit Kohlensäure und die inzwischen schäumende Hefe hinzu. Wer mag, kann auch noch 100g Reismehl hinzugeben. Das Brot funktioniert grundsätzlich zwar auch ohne, wird dann aber sehr, sehr kräftig schmecken. Mit dem zusätzlichen Reismehl lässt es sich jedoch ganz gut „strecken“, wodurch es etwas milder wird. Falls ihr euch dafür entscheidet, müsst ihr dann allerdings auch noch weitere 100ml kohlensäurehaltiges Wasser hinzufügen. Wenn nicht, dann nicht. Anschließend wird das Ganze gut verrührt, mit einem Tuch abgedeckt und für circa 30 bis 40 Minuten gehen gelassen. Nicht wundern: Der Teig hat eine etwas merkwürdige Konsistenz und wirkt fast schon zu flüssig. Das muss aber so.

Den Teig gebt ihr nach den 30 Minuten in eine mit Öl gefettete Kastenform und diese dann in den auf 220° vorgeheizten Backofen. Wichtig ist, beim Backen Ober- und Unterhitze zu verwenden. Bei Umluft trocknet das Brot leider ziemlich schnell aus. Außerdem könnt ihr in den Ofen noch ein feuerfestes Schälchen mit etwas Wasser hinzugeben. Dadurch wird das Brot noch etwas saftiger (nennt man das so?).

einkerbenNach 4-5 Minuten (wirklich, nicht länger warten!) müsst ihr das Brot noch einmal aus dem Ofen herausnehmen, der Länge nach einkerben und wieder zurückstellen. Nach weiteren 55 Minuten ist es dann fertig, kann aus der Form genommen werden und abkühlen. Dabei könnt ihr das Brot noch in ein Tuch wickeln. Wichtig ist allerdings, dass ihr besonders gegen Ende der Backzeit immer mal nach dem Rechten schaut, falls es in eurem Ofen doch etwas zügiger geht.

Ich bin richtig begeistert von diesem Buchweizenbrot, da es wirklich einfach und schnell geht und man den Geschmack sehr gut variieren kann. Das mache ich am liebsten mit Hanfsamen, Sonnenblumenkernen oder kräftigen Gewürzen, wie Kurkuma. Natürlich ist es im Vergleich mit dem herkömmlichen Weizenbrot etwas teurer, aber günstiger als die meisten glutenfreien Backmischungen ist es allemal.

Was haltet ihr von diesem Minimalrezept? Wie macht ihr euer Brot und welches Mehl nutzt ihr dabei am liebsten? Bin gespannt!


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Kategorien:  Frühstück