Einfaches Knuspermüsli

knuspermüsli

Ja, es wird lansgsam allerdringendste Zeit für einen neuen Beitrag! – Hier ist er. Ich weiß, ich weiß… In meinem letzten Beitrag gelobte ich hoch und heilig Besserung und versprach, diesen Blog regelmäßiger mit Inhalten zu versorgen. Aber es ist noch immer das Studium, welches sich allmählich dem Ende neigt und dabei unerbitterlich seinen Zeittribut fordert.

Aber darum soll es hier gar nicht gehen, sondern um ein leckeres und schnelles Müsli. Denn eigentlich bin ich ein großer Fan von Müsli. Da aber die glutenfreien Varianten extrem kostspielig sind, musste ich darauf zunächst verzichten. Weil Verzicht aber doof ist, hab ich mir gedacht: „Ich probiere einfach mein eigenes Müsli aus, kann ja nicht so schwer sein.“ – Ist es auch tatsächlich nicht!

Ihr braucht
für circa 400g:

170g glutenfreie Haferflocken
60g Quinoa
40g Amaranth
40g Hirse
20g gepuffte Hirse
Reissirup
Traubenzucker

 

Arbeitszeit 10 Min + Backofenzeit (12 Min) und Ruhezeit (10 Min)

Ich weiß gar nicht, wo ich mit der Beschreibung anfangen soll, denn eigentlich besteht das Müsli nur aus dem Zusammenkippen der obigen Zutaten. Obwohl, nicht ganz. Die Knusperdingsis (?) erfordern doch ein ganz klein wenig Arbeit.

Ihr nehmt dazu 60g von den glutenfreien Haferflocken, 20g Quinoa, 20g Amaranth und 20g Hirse. Ja, bei den Haferflocken habe ich extra das glutenfrei dazugeschrieben. Bei denen ist es scheinbar besonders wichtig, darauf zu achten. Die normalen Haferflocken werden nämlich sehr häufig gemeinsam mit glutenhaltigen Getreiden verarbeitet und sind deshalb meistens stark kontaminiert. Bei den anderen Körnern ist das hingegen nicht so sehr der Fall. Wer aber besonders sichergehen will, achtet aber natürlich auch dort darauf.

mtopfAber zurück: Ihr nehmt also die beschriebenen Teilmengen und gebt sie in einen kleinen Topf. Dann gebt ihr Reissirup dazu. Und dann beginnt das Gepansche! Die Flocken und Körner müssen nämlich zu einer klebrigen Masse verrührt und geknetet werden. Das ist mit den Händen etwas schwierig, da es wirklich sehr klebrig wird und zwischendurch auch immer wieder etwas Reissirup hinzugegeben werden muss, bis die richtige Konsitenz erreicht ist. Ich nehme daher meistens ein sehr stabiles Messer und rühre damit im Topf umher, während ich mit der anderen Hand das Reissirup dazugebe. Falls ihr das nachmachen wollt: Achtung! Nehmt einen wirklich stabilen Gegenstand. Mir ist schon ein Messer etwas verbogen, weil der Brei so widerspenstig war. Rührt und knetet jedenfalls mit dem Gegenstand eurer Wahl oder den Händen unter Zugabe von Reissirup so lange, bis ihr eine einzige klebrige Masse habt.

mbackblech

Wenn das große Rühren und Kneten schließlich beendet ist, kann die klebrige Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben werden. Dabei ist wichtig, nicht einfach einen großen zusammenhängenden Haufen darauf zu schmeißen, sondern alles möglichst dünn und flach auf dem Blech zu verteilen. Es können und sollten ruhig Lücken vorhanden sein.

Das Backblech gebe ich dann für circa 12 Minuten bei Ober- und Unterhitze (180°) in den Backofen. Dabei müsst ihr allerdings besonders aufpassen. Lasst das Blech nicht zu lange aus den Augen, denn die Masse verkohlt sehr, sehr schnell. Da jeder Ofen ein wenig unterschiedlich ist, benötigt ihr bei euch vielleicht auch etwas weniger Zeit als ich. Gebt beim ersten Mal also unbedingt Acht. Der Grat zwischen Fertig und Verbrannt ist in diesem Fall ein gefährlich schmaler.

Nach der Backofenzeit muss das Blech abkühlen. Währenddessen sollte der vorherige Brei steinhart werden, sodass man ihn anschließend einfach in kleine Stücke brechen kann. Diese Stückchen gebt ihr dann mit den anderen Körnern, Flocken und der gepufften Hirse zusammen. Fertig ist der Knuspermüsli! Dann fehlt nur noch der Traubenzucker, um alles etwas anzusüßen. Den gebe ich allerdings nicht direkt in das Müsli, sondern den gebe ich immer erst separat dazu, wenn ich mir tatsächlich ein Schälchen mache. Das hat einerseits mit merkwürdiger Gewohnheit zu tun und andererseits damit, dass ich so immer wieder neu entscheiden kann, wie süß ich die jeweilige Portion haben möchte.

Noch ein Hinweis zum Schluss: Je länger ihr den mit Reissirup vermengten Teil im Ofen lasst und je heißer er dabei eingestellt ist, desto härter werden auch die Knusperstückchen. Bei zu viel Zeit verkohlen sie natürlcih, bei zu kurz kann es wiederum sein, dass die Stückchen, wenn Milch dazugegeben wird, etwas aufweichen und Knusprigkeit verlieren. Die Ofenzeit muss also gut ausbalanciert werden. Und noch etwas: Natürlich könnt ihr auch andere Körner und Flocken – je nach Verträglichkeit – ausprobieren. Ich komme aber mit diesem Basis-Mix, was den Fructosegehalt angeht, ziemlich gut hin.

Was haltet ihr von diesem Vorschlag? Was kommt so alles in euer Müsli? Vor allem: Wie esst ihr euren Müsli? Mit Quark, Milch oder ohne alles?

Kategorien:  Frühstück