Erfahrungen: Weizenfrei und fructosearm am Arbeitsplatz

Senefelderplatz

Einen weizenfreien und fructosearmen Alltag als Student zu leben, ist wirklich schwer. Aber das Kapitel ist für mich nun abgehakt. Mit dem Eintritt ins Berufsleben offenbart sich jetzt auch tatsächlich die ein oder andere Erleichterung. Auf der anderen Seite gibt es jedoch ebenfalls Hürden. Wie – oder besser, wo – ich damit umgehe, darum geht es in diesem Beitrag.

Die Uni ist vorbei und es ist endlich Schluss mit dem ewig gleichen, meist unverträglichen Mensa-Essen und dessen unendlich langen Zusatzstofflisten. Außerdem stehen mit dem etwas mehr an Geld, jetzt auch mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Dadurch kann ich mir das eine oder andere mehr leisten und auch mal im Reformhaus oder in der Supermarkt-Bio-Ecke nach speziellen fructosearmen und weizenfreien Produkten schauen. Manchmal kann ich sogar ganz verrückt Essen gehen. – Dann am liebsten griechisch: „Einmal die Heros-Platte bitte!“

So viel zum Positiven. Leider gibt es auch Nachteile. Da das Geld, das ich nun mehr habe, natürlich irgendwie erarbeitet werden will, habe ich generell weniger Freizeit. Das bedeutet: weniger Zeit zum Kochen und weniger Zeit, Sachen vorzubereiten. Wenn ich abends nach Hause komme, möchte ich nicht den Rest des Tages in der Küche verbringen, um direkt die Mahlzeiten für den nächsten Tag vorzukochen. Eine Kantine mit einer Auswahl an mehreren verträglichen Gerichten gibt es an meinem derzeitigen Arbeitsplatz leider auch nicht.

Da Menschen in der Regel aber Nahrung zu sich nehmen müssen, um durch den Tag zu kommen, bleiben eben doch nur die bekannten Möglichkeiten: Vorkochen, Fertigprodukte kaufen oder zum Mittag auswärts Essen gehen. Mit dem auswärts Essen ist das aber so eine Sache. Erstens ist man immer etwas unter Zeitdruck, da ich die Mittagspause nicht überziehen will und zweitens: das Geld! Ich will doch nicht gleich alles, was ich mir hart erarbeite, in mein tägliches Mittagessen reinvestieren.

alexanderplatz

Momentan arbeite ich grob zwischen Senefelderplatz und Alexanderplatz im szenigen Prenzlauer Berg. Szenig sind dort leider auch die Preise, die teilweise von den Lokalen zur Mittagszeit aufgerufen werden. Jeden Tag zwischen 10€ und 15€ für ein normales Essen auszugeben, will ich mir nicht leisten. …Ja, vielleicht bin ich da etwas geizig.

Wenn ich dann aber doch mal meinen inneren Sparfuchs etwas überwinden kann, dann zieht es mich meist in die folgenden Bistros/Restaurants:

Coffeeroom

Ein kleines Bistro/Café, in dem es täglich wechselnde Gerichte gibt. Sehr schöne Atmosphäre, freundliche Bedienung, leckere Salate und ab und zu gibt es auch glutenfreie Gerichte. Toll!

The black cat

Ein super Burgerladen, in dem man jeden Burger auch in einer glutenfreien Variante bestellen kann. Gemütlich, freundlich, lecker. – Eine top Adresse.

Lemon Grass Scent

Ein vietnamesisches Restaurant in der Schwedter Straße am Senefelderplatz. Ebenfalls sehr lecker und die Preise stimmen auch!

Bäckerei Kaisers

Eher langweilig, um jedoch nicht jeden Tag ein Bistro oder Restaurant aufzusuchen, nutze ich auch häufiger das Angebot von Kaisers in der Straßburger Straße. An den Supermarkt ist noch eine kleine Bäckerei angeschlossen. Hier ist es eigentlich auch ganz schön und man kann zu Supermarktpreisen einfach ein Stück Kassler zu einem grünen Salat essen. Die Atmosphäre passt auch. Ganz besonders für einen Supermarkt-Imbiss

Backfabrik

Wenn ich nicht auswärts essen möchte, dann greife ich meistens auf Reiswaffeln oder Brote zurück, die ich mir am Morgen schmiere. Manchmal esse ich zwischendurch vielleicht noch eine Banane. Ansonsten nutze ich eben doch wieder Fertigartikel. Allerdings habe ich dort bisher nur wenige Produkte auftun können, die alle meine Wunschkriterien erfüllen: Lecker, schnell zuzubereiten (bestenfalls mikrowellentauglich), günstig, weizenfrei sowie fructosearm und im besten Fall noch ein wenig gesund… Gerecht oder eher halbwegs gerecht wird dem aktuell eigentlich nur eine Art Kartoffel-Omlett, das ich ganz gern esse.

Vielleicht komme ich zukünftig aber besser zurecht und tue noch weitere Produkte oder Adressen auf. Wie macht ihr das mit der Mittagspause? Habt ihr vielleicht Tipps parat?