Fructose­intoleranz

Eine Fructoseintoleranz ist eine Unverträglichkeit von Fruchtzucker. Man unterscheidet die Fructoseintoleranz (auch intestinale Fructoseintoleranz) von der hereditären Fructoseintoleranz. Die intestinale Fructoseintoleranz ist die häufig vorliegende Form, während es sich bei der hereditären Variante um eine sehr seltene und schwere erblich bedingte Stoffwechselstörung handelt.

Falls ihr euch jetzt fragt: „Habe ich nun die intestinale oder die hereditäre Variante?“ — Die erblich bedingte Form ist wirklich sehr, sehr selten und führt nicht nur zu unangenehmen Beschwerden (die natürlich auch unterschiedliche Schweregrade einnehmen können), sondern zu lebensbedrohlichen Zuständen und Fehlentwicklungen. …Sie wird also in der Regel bereits diagnostiziert, bevor man überhaupt lesen kann.

Auch die intestinale Fructoseintoleranz wird häufig noch in zwei Varianten unterschieden: Zum einen in Fructosemalabsorbtion und zum anderen in Fructoseintoleranz. Manchmal werden die beiden Begriffe auch synonym verwendet, aber meistens wird mit Malabsorbtion angedeutet, dass die Fructose nicht richtig (aber symptomlos) vom Körper aufgenommen wird, während man mit Intoleranz meint, dass es auf Grund einer Malabsorbtion zu Symptomen kommt.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einige Zahlen und Statistiken verlinken, aber das hätte wenig Sinn. Mir fehlt die medizinische Ausbildung, um die Studien und Anordnungen richtig deuten und interpretieren zu können und andererseits sind die Zahlen einfach zu unterschiedlich: Teilweise würde jeder vierte Europäer an einer Fructoseintoleranz (also Malabsorbtion mit Beschwerden) leiden, teilweise ist es jeder dritte Bundesbürger — manchmal sind es aber auch geringere Zahlen. Mich hat die Häufigkeit, unabhängig davon ob es nun jeder Zehnte, Vierte oder die Hälfte ist, dennoch überrascht.

Anders als bei anderen Intoleranzen, wo die Auslöser mit mehr oder weniger großen Einschränkungen meist komplett vom Speiseplan gestrichen werden können, ist das bei einer Fructoseintoleranz nicht möglich und auch nicht erwünscht. Einerseits lässt sie sich wirklich kaum meiden, da sie scheinbar überall enthalten ist und andererseits sollte sie auch nicht konsequent gemieden werden, da dem Körper sonst wichtige Stoffe fehlen.

Das Ziel besteht also darin, bei einer festgestellten Intoleranz, genau die Grenze herauszufinden, die man gerade so verträgt, um dann auf dieser Schwelle entlangzubalancieren. Damit ihr diesen Drahtseilakt bestmöglich gestalten könnt und zum weiteren Einlesen, habe ich hier einige Links und Tipps zusammengestellt, die mir am Anfang gut geholfen haben.