Mungbohnen – kleine Kraftpakete

mungebohnen

Klein aber oho! Das trifft ganz besonders auf Mungbohnen zu. Von diesen etwas exotischeren Hülsenfrüchten bin ich ganz besonders begeistert. Hier zeige ich euch, wie man sie am besten keimen lässt.

Mungbohnen wachsen an strauchartigen Pflanzen und beinhalten kleine erbsengroße Samen, die eine grüne Oberfläche und einen kleinen hellen Fleck besitzen. Wenn man von Mungbohnen und ihrer Verwendung in der Küche spricht, dann meint man meistens genau diese Samen. Sie lassen sich vielfältig verwenden, sind gut verträglich und sollen extrem gesund sein. Sie sind außerdem kalorienarm, reich an Vitaminen und beinhalten besonders viele hochwertige Eiweiße. Als wäre das nicht schon genug, besitzen sie zudem noch große Mengen an Folsäure, einem ganz besonderen Vitaminkomplex, an dem bei fructoseintoleranten Menschen häufig ein Mangel herrscht. Traditionell werden sie in der Volksmedizin gegen Blähungen, Rheumatismus, Erkältungen und Lebererkrankungen eingesetzt. Wie gesagt, spannende kleine Kraftpakete.

mungbohnen in schale

Die Mungbohnen – beziehungsweise ihre Samen – können direkt als solche verzerrt werden, wie zum Beispiel in diesem Gericht, oder aber man lässt sie keimen und isst dann die Sprossen. Die gekeimten Mungbohnen-Sprossen machen sich super in Salaten oder auf Brot sowie Reiswaffeln mit etwas Frischkäse oder Quark. Sie passen aber auch hervorragend zu warmen Gerichten. Mungbohnen können einfach in den meisten Supermärkten, Bioläden sowie online gekauft werden. Preis und Qualität variieren dabei natürlich ein wenig. Ich persönlich habe ganz gute Erfahrungen mit diesen Mungbohnen* gemacht, aber auch andere Produkte werden gut sein. Übrigens kauft man Mungbohnen meistens in getrockneter Form. Man muss sie dann vor der weiteren Verarbeitung in einer Schale mit Wasser einweichen lassen.

Ganz nebenbei: Häufig sind die Sprossen, die man gemeinhin für Sojasprossen hält, in Wirklichkeit gar keine – sondern eben gekeimte Mungbohnen. Viele hatten also wahrscheinlich bereits Kontakt mit ihnen, wenn auch, ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein.

Mungbohnen keimen lassen

mungbohnen gaze

Wer die Mungbohnen keimen lassen möchte, der kann dafür ein sogenanntes Keim- oder Sprossenhaus* nutzen, aber das ist absolut nicht notwendig. Ich mache es günstiger und einfacher mit einem Einmachglas und etwas Gaze-Resten von einem Fliegengitter für das Fenster.

Bevor es jedoch wirklich losgeht, nehme ich die Mungbohnen, gebe sie in ein kleines Schälchen, fülle das mit Wasser auf und lasse sie über Nacht einweichen. Generell sollten die Bohnen so zwischen 10 und 18 Stunden in dem Wasser verweilen, um aufzuquellen.

Am nächsten Tag gieße ich das Wasser ab, nehme die Mungbohnen in beide Hände und reibe sie kräftig aneinander. Das hat den Zweck, dass sich später die grüne Schale etwas besser löst. Die kann zwar grundsätzlich mitgegessen werden, aber als gekeimte Sprossen esse ich sie einfach lieber ohne diese grüne Haut.

Anschließend könnten die aufgequollenen Bohnen bereits erhitzt und verzerrt werden. Da ich es aber zumeist auf die Sprossen abgesehen habe, gebe ich die Mungbohnen in ein oder zwei einfache Einmachgläser, deren Böden ich ungefähr daumendick oder sogar noch etwas großzügiger mit den Bohnen auffülle. Dann nehme ich das Glas und Stelle es ohne Deckel in eine dunkle Ecke oder direkt in einen Schrank. – Ich habe öfters gelesen, dass empfohlen wird, die keimenden Bohnen dem Tageslicht auszusetzen. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass sie im Dunkeln erstens besser keimen und zweitens nicht so schnell Blätter ausbilden und bitter werden. Nach einiger Zeit färben sich die keimenden Sprossen nämlich leicht lila und werden ab diesem Zeitpunkt immer ungenießbarer. Sie sollten also zuvor verzerrt werden.

Regelmäßig wässern

mungbohnen in glas

Damit die Mungbohnen wirklich gut keimen, müssen sie noch mindestens zweimal täglich gewässert werden. Dazu fülle ich das Einmachglas einfach mit Wasser auf und warte einen Augenblick. Oft lösen sich dann bei jedem Mal einige der grünen Hülsen, die dann auf der Wasseroberfläche treiben und schnell abgefischt werden können. Dann kommt schließlich die erwähnte Gaze zum Einsatz: Ich stülpe das Netz einfach über die Öffnung des Einmachglases und kippe das Wasser kopfüber in die Spüle wieder aus. Diesen Vorgang wiederhole ich zwei- bis dreimal täglich für circa drei Tage und dann sind die Sprossen auch schon verzehrbereit. Wenn das der Fall ist, erhitze ich sie einmal leicht, wobei ich auch mehrfach gelesen habe, dass das eigentlich nicht notwendig ist. – Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Dann kommt endlich der Deckel auf das Einmachglas mit den Mungbohnen und dieses in den Kühlschrank, wo sich die Keimlinge für zwei bis drei Tage halten.

Am liebsten esse ich die Sprossen dann mit Frischkäse oder Quark auf Reiswaffeln. Wie und womit esst ihr sie am liebsten und wie macht ihr das mit dem Keimen?

Liebe Grüße,
Christian

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