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„Noch eine Seite über Essen, Trinken und Lifestyle?“ „Fructosearm und glutenfrei? Bloß weitere unnötige Trends neben vegetarisch oder vegan?“ – „Unsere Eltern kannten die Diagnose auch nicht und die leben schließlich immer noch!“

Richtig! Unsere Eltern kannten aber auch keine Sicherheitsgurte, kein Internet und nicht die Gefahren von Schwermetallen, Asbest oder Radioaktivität. Deren Eltern kannten wiederum kein Penicillin und hielten Zigaretten für gesund. Deren Eltern wiederum…

Gut, gut, die Richtung ist klar geworden: Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die das Leben verbessern, vereinfachen und im Idealfall sogar verlängern können. Eine fructosearme Ernährung zählt – besonders bei einer festgestellten Fructoseintoleranz – ganz klar zu diesen die Lebensqualität steigernden Dingen. Was eine Fructoseintoleranz überhaupt ist und wie sie sich äußert, erfahrt ihr hier.

Auf die Idee, über das Thema einen Blog zu erstellen, bin ich bereits kurz nach meinen eigenen Diagnosen gekommen. …Diagnosen? Ja, richtig. Neben die zuerst festgestellte und allein schon ausreichend nervige Fructoseintoleranz gesellte sich dann noch eine Glutenunverträglichkeit, weshalb ich auch Weizenprodukte meiden muss. Zwar war ich zunächst erleichtert, endlich die Ursachen für die vielen Beschwerden gefunden zu haben, aber dann setzte doch schnell die Ernüchterung ein: „Was kann ich überhaupt noch essen?“

Beim ersten Suchen habe ich zwar schnell einige nützliche Seiten, Bücher oder Hinweise gefunden, jedoch waren die meisten Informationen für mich kaum ausreichend oder zutreffend. Oft werden in Literatur oder Internet interessante Anregungen gegeben, diese scheinen aber häufig aus einer anderen Perspektive geschrieben und nur wenig für mich gemacht zu sein.

Einerseits habe ich mir noch nie großartige Gedanken über Essen und dessen Zubereitung gemacht und kann selbst mit den rudimentärsten Küchenbegriffen nichts anfangen — andererseits habe ich als Student (entgegen aller Vorurteile) nur wenig Zeit, vor allem aber zu wenig Geld, um die meisten der Gerichte nachzukochen. Zwar versuche ich ab und zu, das ein oder andere umzusetzen, aber viele der Rezepte sind für mich auch kaum Mahlzeiten, mit denen ich durch die Woche kommen könnte. Hirse, Safran oder Amaranth sind zwar lecker, allerdings für mich finanziell nicht dauerhaft leistbar.

Ein weiteres Hindernis, neben Geld- und Zeitknappheit, ist schließlich die Menge. Ich bin erst 28 Jahre alt, lege sämtliche Wege mit dem Fahrrad zurück, gehe  zwei- bis dreimal die Woche in ein Fitnessstudio, zusätzlich an schönen Tagen laufen und spiele – wenn noch etwas Zeit abfällt – gerne Squash oder Badminton. Entsprechend groß ist auch der Energieumsatz: Es war für mich noch nie schwierig, neben Frühstück, Abendbrot und weiteren Kleinigkeiten, 400g Nudeln mit Soße zu essen. Solche Mengen lassen sich jedoch nur schwer mit Bio-Buchweizen-Fladenbrot kompensieren.

Auf dieser Seite möchte ich schließlich meine Erfahrungen und den Umgang mit solchen Schwierigkeiten teilen. Dabei hoffe ich, die ein oder andere Hilfestellung zu bieten.

Ihr könnt also auf dieser Seite keine komplexen Kochtipps oder ausgiebige „haute cuisine“ Ratschläge erwarten. Es geht mir vielmehr darum, aus meiner Sicht Anregungen und Ideen zu liefern, wie man mit den Einschränkungen durch den Alltag kommt, ohne dabei auf Sport oder andere Freizeitaktivitäten verzichten und ohne sich großartig einschränken zu müssen. Kurz: Wie man die Diagnosen gut in in die verschiedenen Lebensbereiche integriert.

Ich möchte mich allerdings nicht nur auf Essen und Rezepte konzentrieren, sondern werde auch aus sämtlichen anderen Bereichen Dinge oder Informationen vorstellen, die insgesamt das fructosearme Wohlbefinden steigern. Es geht mir also um einen fructosearmen und glutenfreien Lebensstil und alles was damit zusammenhängt. Ich glaube nämlich, dass, wenn man mit sich selbst generell ein wenig achtsamer und entspannter umgeht, viele der Schwierigkeiten besser zu bewältigen sind.

Da gerade Achtsamkeit, Ausgeglichenheit und Ruhe die Dinge sind, die bei mir bisher stark vernachlässigt wurden, bin ich selbst gespannt, wohin die Reise führt und zu welchen weiteren Erkenntnissen ich noch kommen werde. Ihr seid gerne eingeladen, mich dabei zu begleiten!